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Hilfe: Wir brauchen ein Aquarium
Für unsere Wasserschildkröten brauchen wir dringend ein großes Aquarium. Das momentane Aquarium wird wohl auf Dauer gesehen zu klein. Wer hat ein großes Aquarium und würde uns dieses spenden? Bitte rufen Sie uns an unter 07221-7687.

Katastrophal: 66 Katzen in Wohnung
Von Gertrud Vögele
Baden-Baden/Sinzheim - "Ich habe ja schon viel erlebt, aber so etwas noch nie." Fassungslos schließt Tierschützerin Rita Brand am Montagabend im Sinzheimer Ortsteil Kartung die Tür zum Katzenhaus, nachdem sie am Nachmittag zusammen mit der Vorsitzenden des Vereins Tierschutz Baden-Baden, Viola Peter, in einer gemeinsamen Großaktion 48 Katzen aus einer Wohnung in der Baden-Badener Innenstadt befreit hatte. Zwei Tage zuvor waren bereits 18 Tiere aus der Zwei-Zimmer-Wohnung geholt worden.
Am Samstag habe sie vom Katzenbesitzer einen Anruf erhalten, erzählt Rita Brand im BT-Gespräch: Er müsse am Montag aus seiner Wohnung ausziehen und wisse nicht wohin mit seinen Tieren. Im Verlauf des Gesprächs habe er sie gebeten, seine Vierbeiner auf dem Buchtunger Tierhof unterzubringen. "Die Rede war damals von 34 Katzen", betont Rita Brand, "aber selbst 34 Katzen von jetzt auf nachher aufzunehmen, ist kaum machbar", erklärt sie. Deshalb habe sie spontan bei Viola Peter im Tierheim in Baden-Baden angerufen und gefragt, ob man sich arrangieren und die Katzen auf beide Einrichtungen verteilen könne.
Viola Peter wiederum hatte zwei Wochen zuvor ein amtliches Schreiben erhalten, in dem sie für Montagmorgen zu einer Wohnungsräumung bestellt worden war, um 14 Katzen in Empfang zu nehmen. Schnell stellte sich heraus, dass es sich dabei um ein und dieselbe Adresse handelte. "Da konnte etwas nicht stimmen", war sich Rita Brand schnell sicher und fuhr noch am gleichen Nachmittag zu der Wohnung in die Baden-Badener Innenstadt. "Der Mann gewährte mir lediglich Zugang zu einem der beiden Räume", sagt Rita Brand, den Zugang zum anderen Raum hatte er versperrt. Es habe nur so gewuselt vor Katzen. Sie habe die Stubentiger durchgezählt und sei auf tatsächlich 34 Tiere gekommen. 18 davon nahm sie gleich mit zum Buchtunger Tierhof. Die restlichen Tiere sollte Viola Peter dann am Montag mitnehmen.
Als Peter am Montagmorgen zusammen mit der Gerichtsvollzieherin die inzwischen verlassene Wohnung betrat, schlug den beiden übler Gestank entgegen, die Wohnung war übersät mit Katzenkot, der Teppichboden voller Urin. Überall fanden sich weitere Katzen, teilweise in Schubladen, hinter, unter und in Schränken. Die beschädigten Sofapolster mussten aufgeschlitzt werden, weil sich sogar darin Katzen versteckt hatten. "Es war katastrophal", erzählt Peter, die sich mit einem Mitarbeiter des Tierheims sofort daran machte, die verängstigten Stubentiger zu bergen. Bis zum frühen Abend dauerte die Aktion, die viel Logistik erforderte. Allein die vielen Transportkisten zu organisieren und zusätzliche Katzenunterkünfte herzurichten, habe den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer erfordert. Rita Brand nahm 15 weitere Tiere bei sich auf, die restlichen 33 hat Viola Peter bei sich untergebracht. Die Katzen seien nicht verwahrlost, im Gegenteil, sie seien sogar sehr gepflegt und gut genährt, befanden die beiden Tierschützerinnen.
Zu der Zwangsräumung war es gekommen, nachdem der Hausbesitzer im vergangenen Jahr eine Räumungsklage gegen die Wohnungsmieter angestrengt und gewonnen hatte. Dem wiederum war vorausgegangen, dass sich über einen längeren Zeitraum hinweg Mitbewohner des Hauses beklagt hatten, dass aus der rund 35 Quadratmeter großen Wohnung beißender Geruch und Lärm dringe.
Nach Angaben von Peter habe es mehrere Anzeigen beim Veterinäramt gegeben. "Wir waren vor zwei Wochen vor Ort", bestätigt Jutta Winter, Leiterin des Veterinäramts Baden-Baden. Zum Kontrollzeitpunkt habe man Kenntnis von 14 Katzen gehabt. "Einlass in die Wohnung wurde uns nicht gewährt, es bestand aber auch kein Anlass für weitere Schritte." "Wir wurden mächtig hinters Licht geführt und prüfen den Fall nun eingehend", sagt Winter. Auf alle Fälle werde man Strafanzeige gegen die Katzenbesitzer erstatten. 
Beide Vereine suchen nun Tierfreunde, die Katzen bei sich aufnehmen und Spender, denn die Arztkosten (Kastration, Entwurmung etc) werden sich pro Verein auf ca. 5000 Euo belaufen.
Auszug aus dem "Badischen Tagblatt" vom 04. August 2010

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Besuch von Rudolf Köberle im Baden-Badener Tierheim
Seit 24. Februar hat das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz einen neuen Chef, der seinen Sprengel nicht nur vom Papier aus kennen lernen möchte. Gestern ließ sich Rudolf Köberle in Baden-Baden zeigen, wo der Schuh drückt.
„Es ist fast wie im Urlaub. Man kommt sich vor wie im Paradies“, schwärmte der Minister nach eine Exkursion auf den Merkur. Und doch hat das Paradies Risse, erhebliche Risse, testierte er mit Blick auf den desolaten Zustand des Tierheims im Märzenbachweg. Ob die Baden-Badener Einrichtung indessen mit Landesmitteln rechnen kann, wenn sie in Kürze beginnt die notwendigsten Baumaßnahmen durchzuführen, das könne er allerdings nicht zusagen. Noch bis Ende November läuft die  Antragsfrist für die 500 000 vom Land bereitgestellten Euro. „Und es gibt viele Einrichtungen, die Hilfe dringend brauchen können.“ Dass er selbst Tierfreund ist, zeigte sich rasch beim Katzenhaus, wo er beherzt die Hand durch die Gitter streckte, um Stubentiger zu kraulen.
Text und Bild: Christiane Krause

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Das neue Tierrettungsfahrzeug ist im Einsatz

Endlich haben wir es geschafft. Unser altes Fahrzeug war nach 15 Jahren ziemlich am Ende. Dank der Firma „Biologische Heilmittel Heel GmbH“ die als Sponsor die Leasingraten für unser neues Tierrettungsfahrzeug aufbringt, können wir uns wieder auf unser Fahrzeug verlassen und sicher ausrücken, um Tiere zu retten.
Dafür danken wir sehr

Landesweiter Badespass an Baggerseen und Binnengewässern –
auch Tier- und Naturschutz gehen baden
Die Sommerhitze treibt die Menschen im Südwesten in Scharen nicht nur in die Freibäder, sondern auch an die vielen Baggerseen oder anderen natürlichen Gewässer im Lande. Der Landestierschutzverband bittet um Rücksichtnahme auf die besondere Tier- und Pflanzenwelt rund um die Seen und weist auf einfache Verhaltensregeln hin.
„Bei allem ausgelassenen Badespass am See sollte sich trotzdem jeder immer bewusst sein, dass er auch hier nur ein Gast ist und entsprechend benehmen. Das beginnt damit, dass man auf den Wegen bleibt und nicht rücksichtslos mit dem Auto möglichst nah an den See fährt, um dann noch kreuz und quer durchs Gelände zu laufen oder sensible Uferbereiche zu zerstören. Offene Feuerstellen sind verboten, und ebenso selbstverständlich sollte es sein, dass jeder seinen Abfall wieder mit nach Hause nimmt“, fasst Herbert Lawo, Vorsitzender des Landestierschutzverbands die einfachen Grundregeln kurz zusammen. Immer wieder wird zurückgelassener Abfall für Tiere zur Todesfalle. Sie verletzen sich an scharfkantigen Dosen, bleiben mit der Schnauze in Flaschen oder Joghurtbechern stecken, Plastikabfall führt zu tödlichen Magen- oder Darmverstopfungen oder Tiere ersticken elend daran. Glasscherben können nicht nur tödliche Schnittverletzungen verursachen, sondern führen durch den „Brennglaseffekt“ oft sogar zu Waldbränden.

Naturnahes Badevergnügen erfordert Rücksichtnahme

Die offenen Sand- und Dünenflächen rund um die Baggerseen des Kies- und Sandabbaus am Oberen Neckar, in der Oberrheinebene und andernorts im Lande, stellen wertvolle Lebensräume aus zweiter Hand dar – Sekundärbiotope für die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt der Binnendünen und Sandrasen. Da landesweit immer mehr der natürlich entstandenen Binnendünen- und Sandrasenbiotope verschwinden, ist eine Reihe spezialisierter Tierarten auf diese alternativen Lebensräume angewiesen, so beispielsweise das Wildkaninchen, das in Sandböden seine weit verzweigten Höhlen gräbt oder die am Boden brütende Haubenlerche.
Auch die seltenen Fluss-Seeschwalben bauen ihre Nestmulden am Boden, und der streng geschützte Eisvogel benötigt für seine Bruthöhle Steilwände aus Lehm oder festem Sand. Sie alle sowie eine große Anzahl von seltenen Insekten und Kleintieren fühlen sich durch rücksichtslose Badetouristen massiv gestört.
Aber auch andere einheimische Wildtiere und -vögel, die rund um Gewässer ihre Jungtiere aufziehen, werden durch aufdringliche Besucher stark beunruhigt und immer wieder bei der Futtersuche aufgeschreckt bzw. lassen sogar ihren Nachwuchs im Stich. Nicht selten kommt es vor, dass Sonnenanbeter auf ihrer rücksichtslosen Suche nach einem für sie geeigneten Plätzchen, Gelege zertrampeln, Bruthöhlen vernichten oder nur durch ihre Anwesenheit scheue und seltene Tierarten dauerhaft verdrängen.
„Schilfzonen und Uferbereiche, sollten für Badegäste - genauso wie für Surfer, Segel-, Paddel-, oder Schlauchboote zum Schutz der dort lebenden Tiere absolut tabu sein, vor allem wenn sie unter Naturschutz stehen.“ so Lawo und appelliert noch einmal eindringlich an alle Seebesucher ihren Badeaufenthalt „tier- und naturverträglich“ zu gestalten.
Quelle: Landestierschutzverband BW

Sommerhitze wird Tieren alljährlich zum tödlichen Verhängnis
Vergangene Woche konnten in Münster zwei Hunde gerade noch rechtzeitig aus einem völlig überhitzten Auto gerettet werden. Gegen die Hundehalterin wurde Anzeige erstattet. Der hinter der Fensterscheibe tot im Käfig liegende Wellensittich, das verdurstete Kaninchen auf der sonnigen Terrasse - jeden Sommer verenden viele Tiere grausam aufgrund der Unachtsamkeit ihrer Besitzer an den Folgen der Sommerhitze.
Alljährlich im Sommer kommt es mit zuverlässiger Regelmäßigkeit an heißen Tagen immer wieder zu Horrormeldungen über gerade noch gerettete oder im überhitzten Auto verendete Hunde. So auch letzte Woche wieder:
In Münster gelang es der Polizei am vergangenen Donnerstag sprichwörtlich in allerletzter Minute zwei Hunde, die schon fast keine Luft mehr bekamen, aus einem in der prallen Sonne stehenden Fahrzeug heraus zu holen. Ähnliches Glück hatten zwei ausgewachsene Airedale-Terrier am 22. Mai in der Nähe vom bayrischen Pfaffenhofen. Die gerade noch rechtzeitig befreiten Hunde standen kurz vor dem Hitzekollaps, einer der Hunde hatte sich die Zunge bereits blutig gebissen.
Nur einen Tag später kam für einen Husky in Göttingen allerdings jede Hilfe zu spät, ein zweiter Hund musste umgehend in eine Tierklinik gebracht werden. Wie die dortige Polizei mitteilte, hatten Passanten die beiden Hunde in einem von der Sonne aufgeheizten Auto entdeckt. Um die Tiere zu retten, schlugen Beamte der sofort alarmierten Polizei die Seitenscheibe ein - der Husky war jedoch bereits tot. Gegen alle drei Tierhalter wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.
Herbert Lawo, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes dazu: „wie wir Menschen leiden auch Tiere unter den Folgen extremer Hitze. Da sie oft noch ein dichtes Fell haben und nicht schwitzen können um sich abzukühlen, droht ihnen noch schneller als uns ein Kreislaufzusammenbruch oder Hitzekollaps mit manchmal sogar tödlichem Ausgang“.
Lawo rät deshalb eindringlich Tiere in keinem Fall in der prallen Sonne zurückzulassen. „Sorgen sie dafür, dass ihr Tier jederzeit einen schattigen und kühleren Ort aufsuchen kann und immer ausreichend Trinkwasser hat. Gerade im Sommer sind Schatten und Wasser überlebenswichtig. Das gilt für alle Tiere, ob Vögel, Kaninchen, Meerschweinchen, Hunde, Pferde oder die so genannten Nutztiere auf der Weide.“
Auch kleinere Heimtiere fallen hochsommerlichen Temperaturen jedes Jahr aufs Neue zum Opfer. Oftmals wird von den Tierhaltern einfach nicht bedacht, dass die Sonne wandert. Stand der Käfig mit dem Kaninchen eben noch im Schatten, so kann sich das schon innerhalb einer Stunde völlig geändert haben. Fehlt dann noch Trinkwasser und die Terrasse heizt sich richtig auf, bedeutet das für den Käfiginsassen oft das Ende. Ähnlich geht es immer wieder auch Ziervögeln auf der Fensterbank. Die Glasscheibe wirkt wie ein Brennglas und steigert die Hitze direkt dahinter ins Unerträgliche. So werden Autos und Käfige zu Todesfallen.
„Verzichten Sie also an heißen Tagen lieber ganz darauf den Hund im Auto mitzunehmen, vor allem wenn er im Wagen warten muss, selbst wenn es nur für kurze Zeit wäre“ so Lawo abschließend und appelliert an alle Tierhalter noch einmal nachdrücklich verantwortungsvoll und vorausschauend für ihre Schützlinge zu sorgen. Auch der gewohnte Spaziergang oder andere gemeinsame Aktivitäten, sollten zum Wohl aller Beteiligten frühmorgens oder abends unternommen werden, wenn es kühler ist und keinesfalls in der glühendheißen Mittagshitze.
Weitere wertvolle Hinweise zum Thema „Sommerhitze und Tiere“ erhalten sie direkt beim Landestierschutzverband und auch die Mitarbeiter in den örtlichen Tierheimen beraten Sie gerne weiter.
Quelle: Landestierschutzverband BW